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Sanierungsmanager/-in (FH)

Sanierungsmanager (FH)

Bewältigung von Unternehmenskrisen durch Sanierung und Reorganisation

Die Sanierung und Erhaltung zahlungsunfähiger oder überschuldeter Unternehmen ist eine wichtige Aufgabe für Sanierungsmanager.

Das weiterbildende Studium zum Sanierungsmanager vermittelt spezielle Kenntnisse im Insolvenzmanagement und befähigt besonders Mitarbeiter von Insolvenzkanzleien, Teile eines Insolvenzverfahrens selbstständig erfolgreich gestalten zu können. Maßstab sind dabei die Qualitätsstandards der Berufsausübung nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Insolvenzverwaltung (GOI).

Weiterhin behandelt das Studium die Themen Anfechtung und Glaubwürdigkeitsbewertungen von Informationen.

Studienform:berufsbegleitend
Studiendauer:2 Semester
Abschluss:Hochschulzertifikat
ECTS:30
Nächster Studienstart:Sommersemester 2017
Bewerbungsschluss:31.01.2017
Studiengebühr:2.300 EUR pro Semester, zzgl. Semesterbeitrag
Studienort:Schmalkalden

Bewältigung von Unternehmenskrisen*

Unternehmen sehen sich heute einem starken Preisdruck und Verdrängungswettbewerb ausgesetzt. Nur die besten können auch in schweren Zeiten ohne fremde Hilfe am Markt bestehen. Viele Unternehmen sehen sich jedoch gezwungen in Krisensituationen eine Sanierung und Reorganisation vorzunehmen. Je früher die Krise zum Beispiel durch geeignete Controlling-Instrumente erkannt wird, umso größer sind die Chancen einer erfolgreichen Sanierung. Eine Unternehmenskrise muss dabei nicht nur immer negativ sein, sie kann auch eine Chance zur Erneuerung und Entwicklung des Unternehmens sein. Ein  Sanierungsmanager kann dem Unternehmen dabei helfen, eine Krise schnell zu überwinden und zu alter Form zurückzukehren.

Das Wort "Sanierung" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß "Heilung". Sanierungsmanager haben das Ziel, ein Unternehmen durch bestimmte Maßnahmen aus der Unternehmenskrise zu befreien und wieder "lebensfähig" zu machen. Bevor ein Unternehmen, dass sich in einer Krise befindet saniert werden kann, muss zunächst das Ausmaß der Unternehmenskrise festgestellt und eine sorgfältige Prüfung auf Sanierungsfähigkeit durchgeführt werden. Unternehmen sind nur dann sanierungsfähig, wenn genügend Potenzial vorhanden ist, eine stabile wirtschaftliche Basis zu erlangen und diese auf Dauer zu sichern. An eine positive Sanierungsprüfung schließt sich das Sanierungskonzept an. Dieses beinhaltet zum Beispiel ein Kommunikationskonzept für die Krisenkommunikation, eine gezielte Datenerhebung, Datenauswertung, ein Benchmarking sowie ein Reorganisationskonzept.

Nach der erfolgreichen Anwendung des Sanierungskonzeptes sollte der Erfolg durch den Sanierungsmanager weiterhin kontrolliert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern.


Praxispartner

Um Sie optimal und praxisnah zu qualifizieren, führen wir das Zertifikatsstudium in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern aus der Praxis durch:

  • Insolvenzkanzleien
  • Personalverwalter in Insolvenzverfahren
  • Strafrechtler
  • Staatsanwälte
  • Koppel Software GmbH

Zielgruppe

Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich insbesondere an:

  • Insolvenzverwalter, die ihr Wissen vertiefen möchten
  • Mitarbeiter in Insolvenzkanzleien
  • Berufseinsteiger
  • Quereinsteiger

Studienziele

Die Weiterbildung beinhaltet im Einzelnen folgende Qualifikationsziele:  

  • Unterstützung von Insolvenzverwaltungskanzleien bei der Personalentwicklung (gemäß GOI)
  • Umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Insolvenzmanagement und der Sanierung von Unternehmen
  • Detaillierte Betrachtung der Vergütungsrechnung sowie der komplexen Quoten- und Verteilungsrechnung inklusive bundeslandspezifischer Besonderheiten
  • Vertiefung von Kenntnissen im Bereich der Anfechtung und Sanierung mit besonderem Fokus auf die Möglichkeiten der "Ausgestaltung" von Buchhaltungen 
  • Befähigung zur Anwendung moderner datentechnischer Möglichkeiten zur Unterstützung bei komplexen Verfahren

Studieninhalte

Das Zertifikatsstudium umfasst folgende Lehrgebiete und Maßnahmen der Unternehmenssanierung:

  • Grundzüge des Insolvenzverfahrensrechts
  • Unternehmenskrisen und Sanierungsmanagement
  • Anfechtung und Aufrechnung
  • Insolvenzstrafrecht
  • Vergütung in Insolvenzverfahren
  • IT-Unterstützung von Insolvenzverfahren
  • Verfahrensmanagement
  • Besonderes Insolvenzrecht
  • Grenzüberschreitende Insolvenz
  • Personelle Restrukturierung
  • IT-Unterstützung bei Restrukturierung und Sanierung

Studienvoraussetzungen

Für die Aufnahme der berufsbegleitenden Weiterbildung benötigen Sie:

  • Hochschul- oder BA-Studium sowie eine mindestens einjährige Berufspraxis im Insolvenz- oder Sanierungsmanagement oder in verwandten Bereichen oder
  • (Fach-)Abitur sowie eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf und eine mindestens zweijährige Berufspraxis im Insolvenz- oder Sanierungsmanagement oder in verwandten Bereichen oder
  • Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Beruf und eine mindestens vierjährige Berufspraxis im Insolvenz- oder Sanierungsmanagement oder in verwandten Bereichen.

 

*Quellen:

http://www.org-portal.org/fileadmin/media/legacy/zfo_3_2003_Feldbauer-Durstm_ller.pdf

www.steidl-partner.de/Vortrag_Krisen-_und_Sanierungsmanagement.pdf