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Einblick in die steuerliche Praxis - Exkursion zum Finanzgericht Gotha des Schwerpunkts „Betrieb und Steuern“

Elf Studierende des Schwerpunkts „Betrieb und Steuern“ haben am 19. Juni 2018 mit Professor Dr. Uwe Hofmann an einer Exkursion zum Finanzgericht Gotha teilgenommen. „Für die Studierenden war dieser Einblick sehr hilfreich, denn in allen drei Verhandlungen wurden besprochene Lerninhalte thematisiert“, erklärte Professor Hofmann.

Vor dem 2. Senat des FG Gotha wurden an diesem Tag Einkommensteuerfälle verhandelt. So ging es im ersten Fall um steuerliche Liebhaberei, die in der Schwerpunkt-Vorlesung laut Hofmann ausführlich behandelt worden sei. Eine Oldtimer-Vermietung wies eine fehlende Gewerblichkeit auf. Wie das Urteil ausgefallen ist, haben die Studierenden nicht mehr erfahren – denn die Entscheidungen ergehen erst im Laufe des Sitzungstages. Als nächstes mussten die drei Richter und zwei Schöffen feststellen, ob ein Thüringer Betrieb zu Recht für eine neue Anschaffung einen Investitionsabzugsbetrag forderte und Verlustverrechnung vornahm. Fraglich hierbei war, ob das erweiterte Geschäftskonzept wirklich neue Zweige umfasste oder lediglich die bestehende Produktion ausgebaut wurde. Denn bereits bestehende Kapazitäten, die ausgebaut werden, würden nicht gefördert. Im dritten Fall erwarb eine Einzelunternehmerin für ihre Unternehmensberatung landwirtschaftliche Maschinen, die aber von einer GmbH & Co KG genutzt wurden. Hierbei wurde geprüft, ob ein negatives Kapitalkonto nach 15a EStG und eine Scheingesellschaft vorlagen.

In jedem Sommersemester ist es fester Bestandteil des Schwerpunkts „Betrieb und Steuern“, dass die Studierenden Verhandlungen am Finanzgericht miterleben. Das FG Gotha ist dabei das einzige für Thüringen zuständige Finanzgericht.