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Prof. Dr. Prof. h.c. Schellberg wird von Pekinger Universität zum „Distinguished Expert“ ernannt.

Seit einigen Jahren können wir an unserer Hochschule eine Reihe von Gaststudenten aus der Volksrepublik China begrüßen. Dadurch wird auch die kulturelle Vielfalt der Hochschule Schmalkalden bereichert. Eine andere Möglichkeit der Kooperation mit China ist die Lehre Schmalkalder Professoren direkt vor Ort.

So lehrt Prof. Dr. Prof. h.c. Bernhard Schellberg von der Fakultät für Wirtschaftsrecht bereits zum dritten Mal an der Beijing Foreign Studies University (BFSU). Wie in den vergangenen Jahren hat seine englischsprachige Vorlesung zum „International Management“ einen Umfang von 32 Stunden und schließt mit einer Klausur ab. Durch seine regelmäßige Lehre an der BFSU wird eine enge Beziehung zur Hochschule Schmalkalden gefördert. Im Rahmen einer Festveranstaltung wird Professor Schellberg deshalb von der chinesischen Universität zum „Distinguished Expert“ ernannt.

Die BFSU ist eine Universität für Fremdsprachen und internationale Forschungen. Die Beijing Foreign Studies University ist eine der renommiertesten Universitäten in China und steht unter der direkten Leitung des chinesischen Bildungsministeriums. Sie gehört zu den in die beiden Eliteprojekte 985 und 211 aufgenommenen Top-Universitäten. Gleichzeitig ist die BFSU eine der ältesten Sprachhochschulen Chinas, sie bietet die größte Anzahl an Sprachstudiengängen und mehrstufige Ausbildungsprogramme.

Im Jahr 1941 begann die Geschichte der BFSU mit der Einrichtung einer Spracheinheit in der dritten Zweigstelle der chinesischen Armeehochschule. Diese wurde anschließend in Yan’an Fremdsprachenschule umbenannt und zunächst unter die direkte Führung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas, später dann – nach Gründung der Volksrepublik China – unter die Leitung des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten gestellt. Eine erneute Umbenennung in Beijing Foreign Language Institute erfolgte im Jahre 1954 und eine Fusion mit dem Pekinger Russischinstitut im Jahr 1959. Seit 1980 steht das Institut unter der direkten Leitung des Bildungsministeriums und erhielt im Jahr 1994 seinen heutigen Namen: Beijing Foreign Studies University (BFSU). Gegenwärtig werden an der BFSU 98 Fremdsprachen unterrichtet und mehrstufige Studiengänge, einschließlich Promotionsprogrammen in fremdsprachiger Sprach- und Literaturwissenschaft, chinesischer Sprach- und Literaturwissenschaft, Publizistik und Journalismus, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft, Management u.a. angeboten.

In den letzten 74 Jahren hat die BFSU mehr als 90.000 Absolventen hervorgebracht und gilt als wichtiger Stützpfeiler bei der Ausbildung qualifizierter und sprachkompetenter Fachkräfte, denen nach dem Studium vielfältige Karrierewege offenstehen,  etwa als Diplomaten, Übersetzer/Dolmetscher, Geschäftsleute, Journalisten, Anwälte, Bankiers, usw. So  waren beispielsweise zahlreiche BFSU-Alumni im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten tätig, darunter mehr als 400 Botschafter und über 1000 Botschaftsräte. Nicht zu Unrecht wird die BFSU daher gerne als „Diplomatenschmiede“ bezeichnet.