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Schwerpunkt-Wissen in Fachtagung vertieft

Studierende gingen mit Prof. Müller-Grune der Frage nach, inwiefern Eigentum verpflichtet

Dekan Prof. Dr. Sven Müller-Grune nahm mit Studierenden sowie Ehemaligen des Schwerpunkts „Unternehmen und Verwaltung“ des Studiengangs „Wirtschaftsrecht (LL.B.)“ an der Fachtagung „Eigentum verpflichtet – Boden und Immobilien im Spannungsfeld zwischen Privat- und Gemeineigentum“ der Frankfurt University of Applied Sciences (UAS) teil. Das Thema ist hochaktuell und sozial brisant, wie die Explosion der Mieten in den deutschen Großstädten, der Anstieg der Grundstücks- und Baukosten sowie die Ideen zur Sozialisierung von Mietwohnungen belegen. 

Auf der Tagung konnte daher mit deutschen sowie österreichischen Experten zur Auslegung der Sozialpflichtigkeit des Eigentums (Art. 14 Abs. 2 GG) und zur bisher ein Schattendasein fristenden Norm des Art. 15 GG zur Sozialisierung von Eigentum diskutiert werden. Auch zu den Potentialen des gemeinnützigen Wohnungsbaus, zum Stand der Grundsteuerreform sowie dem Nutzen der Mietpreisbremse gab es regen Gesprächsbedarf. Dies alles sind Themen, auf die angehende Wirtschaftsjuristen fundiert während des Studiums vorbereitet werden.

 „Ich bin begeistert, dass sich TeilnehmerInnen fanden, obwohl Ferien sind und keine ECTS zu vergeben sind“, zog Prof. Müller-Grune erfreut sein Fazit. Denn neben Studierenden aus dem 6. Semester nahmen auch eine Masterstudentin sowie ein Absolvent teil, der nach dem Bachelor und Master an der HS Schmalkalden inzwischen im Planungsrecht bei einer Landeshauptstadt beschäftigt ist. Die Schmalkalder Gruppe reiste bereits am Vorabend an und besprach die Themen in gemütlicher Runde vor – schließlich startete die Tagung bereits um 8 Uhr. 

Auch aus Sicht der Studierenden hat sich der fakultative Aufwand gelohnt. Hat sich doch bestätigt, dass die im ohnehin praxislastigen Studium vermittelten Kenntnisse eine erhebliche Bedeutung im aktuellen Kontext haben können.