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Fachkräftebindung als Zukunftsaufgabe

WORT-Projekt wird fortgeführt und strategisch weiterentwickelt

Menschen sitzen an Tischen

Großes Interesse bei der Kick-off-Veranstaltung des WORTplus-Projektes

Zur Kick-off-Veranstaltung des WORTplus-Projektes kamen gestern rund 60 Teilnehmer an der Hochschule Schmalkalden zusammen, um die Ziele und Arbeitsschwerpunkte des fortgeführten Projektes zu erfahren. Das WORTplus-Projekt geht aus dem vorherigen WORT-Projekt hervor, das Ende 2025 ausgelaufen war. 

Ziel des Vorhabens „Weltoffene Region Thüringens – WORT“ war es, in der Modellregion Schmalkalden-Meiningen und Umland die interkulturelle Offenheit zu stärken und internationale Fachkräfte in Südthüringen dauerhaft zu integrieren. 

Zur gestrigen Veranstaltung sprachen verschiedene Akteure ein Grußwort, darunter Janine Lärz vom Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie. Die nachhaltige Integration und Bindung internationaler Fachkräfte sei notwendig und entscheide sich bereits im Alltag. Hier setze das WORTplus-Projekt an. „Das vorgelegte Konzept hat die Landesregierung überzeugt und wird somit mit rund 1,4 Millionen weiter gefördert“, so Lärz.  

Thomas Kaminski blickte in seinem Grußwort noch einmal zurück und stellte die Frage, was das WORT-Projekt erreicht habe: „WORT ist so viel mehr. Wir konnten Vorbehalte in der eigenen Bevölkerung abbauen.“ Schmalkalden sei eine weltoffene Region geworden. „Nach drei Jahren kann das nicht zu Ende sein“, so Kaminski. Natürlich seien nicht alle Ziele erreicht worden, aber was die Fachkräftebindung angehe, sei die Stadt auf einem guten Weg. „Hier müssen wir noch dicke Bretter bohren und die Unternehmen müssen sich noch weiter öffnen.“ Mit WORTplus würden die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, ist sich Kaminski sicher.

Fachkräftebindung setzt im Studium an

Simone Treiber vom interculture e.V. gab in ihrem Vortrag inhaltliche Impulse zur strategischen Weiterentwicklung des Projektes. „Fachkräfte gehen nicht einfach und sie bleiben auch nicht einfach“, sagte sie einleitend zum Thema. „Fachkräfte bleiben durch Beziehungen – sie brauchen berufliche Perspektiven.“ Und genau darum gehe es im WORTplus-Projekt: Es brauche Strukturen, um Bindungen entstehen zu lassen. Viele Unternehmen hätten aber keine Kapazitäten, um neue Mitarbeiter einzuarbeiten oder internationale Studierende aufzunehmen. Fachkräftebindung sei kein Selbstläufer und setze bereits im Studium an. Vielmehr sei es ein Prozess, der über viele Maßnahmen laufe wie beispielsweise Praktika oder Abschlussarbeiten. Der Übergang vom Studienabschluss ins Unternehmen werde bei WORTplus in den Fokus genommen: „Wir setzen auf frühzeitige und regelmäßige Kontakte sowie auf verbindliche und sich wiederholende Praxisveranstaltungen – auf eine systematische Begleitung.“ Ziel sei es, Unternehmen dabei zu unterstützen. Und hierfür brauche es Allianzen. „Fachkräftebindung ist eine Zukunftsaufgabe“, so Treiber und beendete mit diesen Worten ihren inspirierenden Vortrag.

Zum Schluss stellte das Projektteam seine sechs eng miteinander verzahnten Arbeitspakete vor: Dazu zählen die Projektkoordination und Wirkungsmanagement, diversitätssensible Organisations- und Personalentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und digitale Informationsangebote, Begegnungs- und Netzwerkformate, Mentoring- und Weiterbildungsprogramme sowie der Transfer bewährter Ansätze in weitere Regionen.
 

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.hs-schmalkalden.de/hochschule/projekte-vorhaben/wortplus

 

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