Zur zweiten Kinder-Uni in dieser Woche kamen heute noch einmal 90 Grundschüler aus Meiningen an die Hochschule Schmalkalden. In jeweils zwei Durchgängen mit jeweils 45 Schülern zeigten Professor Christian Rödel und seine Laboringenieurin Sabine Wahrenberg die schönsten physikalischen Experimente aus der Schmalkalder Hörsaalsammlung.
Zum Einstieg erklärte Prof. Rödel warum es eigentlich Experimente gibt – nämlich um sämtliche physikalischen Vorgänge besser zu verstehen und anschaulich zu demonstrieren. Zu den Experimenten erzählte er kurze Geschichten zu dessen Ursprung. Wie zum Beispiel zu den Magdeburger Halbkugeln - einem berühmten physikalischen Experiment aus dem 17. Jahrhundert, mit dem die enorme Kraft des Luftdrucks demonstriert wurde. Durchgeführt hat es der Magdeburger Otto von Guericke 1654 vor Kaiser Ferdinand III. in Regensburg: Zwei metallene Halbkugeln wurden zusammengesetzt und die Luft aus ihrem Inneren abgepumpt. Anschließend versuchten zwei Gespanne mit jeweils acht Pferden die Halbkugeln auseinanderzuziehen, was aber nicht gelang. Erst als wieder Luft eingelassen wurde, ließen sich die Halbkugeln mühelos trennen. Bis heute gelten die Magdeburger Halbkugeln als eines der berühmtesten Experimente der Wissenschaftsgeschichte.
Darüber hinaus zeigte Prof. Rödel noch viele weitere spannende Experimente wie zum Beispiel den Feuertornado, mit dem man sieht, welche Kräfte durch Feuerströmungen entstehen können oder die Teslaspule, mit der Lampen drahtlos zum Leuchten gebracht werden können. Viel Applaus gab es am Ende für das Auspusten einer Kerze mit der Rauchringkanone: Nach mehreren Versuchen schaffte es Rödel, die Kerze mit einem abgefeuerten Rauchring (Luftwirbel) von der anderen Seite des Hörsaals aus zu treffen und damit auszupusten.