Traditionell wurden gestern im Rahmen der feierlichen Immatrikulationsfeier alle neuen Studierenden an der Hochschule Schmalkalden im Audimax begrüßt.
Erstmals fand die Begrüßung auch in englischer Sprache statt, zumindest am Anfang durch den Hochschulpräsidenten Prof. Gundolf Baier. Mittlerweile kämen die Studierenden aus 88 verschiedenen Ländern. Er appellierte an sie, in Thüringen zu bleiben. „Möglicherweise finden Sie hier Ihre Zukunft“, so Baier. Nach der kurzen englischen Ansprache wechselte Baier ins Deutsche. „Wir haben heute allen Grund zu feiern, weil hier ein neuer Lebensabschnitt für Sie beginnt.“ Bei der Vorbereitung seiner Rede musste Baier an den Herbst und Wein denken und verglich die neuen Studierenden mit Jungwein. „Wir wollen einen guten Wein aus Ihnen machen“, so Baier metaphorisch. Letztendlich sei aber jeder für sich selbstverantwortlich und für das, was er aus seiner Zeit in Schmalkalden mache.
Auch Bürgermeister Thomas Kaminski wünschte den Studierenden alles Gute für den Start in den neuen Lebensabschnitt: „Wir möchten, dass Sie sich gut entwickeln in Schmalkalden und dass Sie ein Qualitätswein werden.“ Er appellierte, sich Kontakte und Freunde zu suchen und die Angebote der Hochschule zu nutzen.
Leonard Maletzke stellte den Studierendenrat vor, bei dem derzeit 21 Studierende mitwirken. Er lud die „Ersties“ zur Gremienarbeit ein, denn gerade hier bekomme man viel Kontakt zu verschiedenen Personen an der Hochschule. Und immerhin habe er seine Freundin aus Kolumbien hier kennengelernt.
Absolvent Marco Hennig sprach als Letzter kurz zu den Studierenden: Er habe vor 26 Jahren in Schmalkalden an der Fachhochschule Informatik studiert. Was Schmalkalden für ihn ausgemacht habe, war, dass man auf Jeden zugehen konnte. Der familiäre Charakter sozusagen. Auch er appellierte an die jungen Studierenden, die Angebote der Hochschule zu nutzen und regelmäßig zu den Vorlesungen zu gehen. „Gebt Gas und habt ein schönes Studium“, so Hennig.
TEAG-Preis und IHK-Preis verliehen
Nach den Reden wurden zwei Förderpreise verliehen: Der TEAG-Preis und der IHK-Preis. Diese dienen dazu, hervorragende Abschlussarbeiten zu würdigen.
Den TEAG-Preis erhielt Erik Meyer für seine Masterarbeit zum Thema „„Design of a low noise bandgap reference for a wide temperature and supply voltage range in X-FAB's XT018 process". Diese hat er an der Fakultät Elektrotechnik geschrieben und wurde mit der Note 1,0 bewertet.
Isabel Winkler wurde mit dem IHK-Preis geehrt für ihre Masterarbeit zum Thema „Entwicklung eines Konzepts zur Social-Media-Datenanalyse in mittelständischen Unternehmen am Beispiel der BN Automation AG unter Berücksichtigung des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz“. Sie erstellte ein umfassendes Konzept zur systematischen Analyse von Social-Media-Daten am Beispiel des mittelständischen Unternehmens BN Automation AG . Dabei folgte sie einem Design-Science-Research-(DSR)-Ansatz. Ausgehend von einer strukturierten Aufarbeitung der Ausgangssituation wurden die Anforderungen an den Social-Media-Analyseansatz sowie dessen technische Umsetzung mittels Tools definiert. Da es dem Unternehmen bisher an einem entsprechenden Analysekonzept im Bereich Social Media fehlt, weist die Arbeit einen hohen Eigenanteil auf. Die Masterarbeit hat Isabel Winkler an der Fakultät Informatik geschrieben. Sie wurde mit einer 1,0 bewertet.
Im Anschluss an die Feier stellten sich 27 Vereine aus der Stadt und Region im Foyer des Hörsaalgebäudes sowie auf dem Campus vor. Somit hatten die Studierenden die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, neue Hobbys zu finden und das Leben in Schmalkalden auch über das Studium hinaus mitzugestalten.