Der deutsche Werkzeugbau – auch in der Region ein wichtiger Wirtschaftsmotor – steht derzeit vor erheblichen Herausforderungen: steigende Rohstoffpreise, globale Lieferengpässe und wachsender bürokratischer Druck belasten Produktion und Kostenstrukturen. Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen durch strengere Nachhaltigkeitsanforderungen und kürzere Innovationszyklen.
Bei der jüngsten Schmalkalder Werkzeugtagung, an der mittelständische Unternehmen und renommierte Forschungseinrichtungen teilnahmen, standen Effizienz, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Stabilität im Mittelpunkt. Die Fachkonferenz wird gemeinsam von der GFE (Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden e.V.), der Hochschule Schmalkalden und dem Verband des Deutschen Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA) ausgerichtet. Die Branche betonte, dass ökologische und ökonomische Ziele nicht im Widerspruch stehen müssen. Effizienzsteigerungen durch Prozessoptimierung und intelligente Ressourcennutzung könnten zugleich Kosten senken und Umweltziele unterstützen.
Ein zentrales Thema war die Versorgung mit strategischen Rohmaterialien wie Hartmetallen (beispielsweise Wolfram), die am Weltmarkt knapp und teuer geworden sind. Um Risiken zu reduzieren, setzen Unternehmen verstärkt auf Materialrückgewinnung und interne Sicherungsstrategien. Ein weiteres zentrales Feld ist die technologische Weiterentwicklung: Ansätze wie simulationsunterstützte Werkzeugentwicklung und modulare Fertigung sollen Durchlaufzeiten verkürzen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Auch der Einsatz digitaler Werkzeuge und Datenanalysen gilt als Schlüssel zur Effizienzsteigerung.
Für die regionale Wirtschaft bleiben qualifizierte Fachkräfte und Kooperationen zwischen Betrieben und Forschungseinrichtungen entscheidend, um Innovationskraft und Standortattraktivität zu sichern. Die Branche signalisiert Zuversicht: Mit passgenauen Investitionen in Technologie und Weiterbildung will sie trotz schwieriger Rahmenbedingungen ihre Leistungsfähigkeit erhalten und ausbauen.
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