Anfang September nahm Prof. Dr. Karsten Löw von der Fakultät Wirtschaftsrecht der Hochschule Schmalkalden am internationalen AI & Tech Summit 2026 des AAB College in Prishtina, Kosovo, teil. Die Veranstaltung brachte Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Technologie aus verschiedenen Ländern zusammen, um sich um sich über die Zukunft der künstlichen Intelligenz, der digitalen Transformation, der Cybersicherheit und neuer Technologien auszutauschen.
Insbesondere die rasante Entwicklung leistungsfähiger KI- und Agentensysteme wirft grundlegende Fragen nach Chancen, Risiken und geeigneten regulatorischen Rahmenbedingungen auf. In seinem Vortrag „AI Regulation: Obstacle to Innovation or Necessary Normative Framework?“ setzte sich Löw mit dem Spannungsverhältnis zwischen technologischer Innovation und Regulierung auseinander. Seine zentrale These: Entscheidend sei nicht die Alternative „Regulierung oder Innovation“, sondern die Qualität der Regulierung. Diese müsse risikobasiert, verhältnismäßig, vorhersehbar und technisch umsetzbar sein.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der praktischen Durchsetzung von KI-Regulierung. Gute gesetzliche Vorgaben allein reichten nicht aus. Ebenso wichtig seien klare Zuständigkeiten, technische Expertise und funktionsfähige Aufsichtsstrukturen. Besondere Aufmerksamkeit galt zudem der Bedeutung des europäischen AI Act für Unternehmen außerhalb der Europäischen Union. Auch Unternehmen aus Kosovo können bei einem Zugang zum europäischen Markt vom europäischen KI-Recht erfasst werden. Frühzeitige regulatorische Kompatibilität könne daher zugleich einen Wettbewerbsvorteil darstellen.
Der Summit bot darüber hinaus Gelegenheit zu einem intensiven internationalen Austausch über die zukünftige Gestaltung von KI-Regulierung und digitaler Innovation.
Weitere Informationen zum AAB College und zum Summit finden sich auf der offiziellen Website: https://aab-edu.net.