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Exkursion zur Bundesagentur für Arbeit nach Nürnberg

Studierende stehen vor Logo der BA

In die größte Behörde Deutschlands – der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg – reiste eine Gruppe von Studierenden der Fakultät Wirtschaftsrecht, um einen exklusiven Einblick in aktuelle Themen rund um den Arbeitsmarkt zu erhalten.

Digitalisierung und KI, Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit, demographischer Wandel und Fachkräftemangel – zahlreiche Veränderungsprozesse prägen den aktuellen Arbeitsmarkt in einem selten dagewesenen Ausmaß. Alte Berufsfelder fallen weg, neue Chancen entstehen. Viele Arbeitgeber sehen sich zwar betriebswirtschaftlichen Erfordernissen ausgesetzt, aber wissen auch um den unersetzbaren Wert ihres Personals. Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und lebenslanges Lernen werden für Arbeitnehmer immer wichtiger. Den Überblick in diesen herausfordernden Zeiten behält die Bundesagentur für Arbeit (BA), welche als bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts ihrem gesetzlichen Auftrag nach Dienstleistungen für beide Seiten erbringt und so insbesondere im Bereich der Arbeitsvermittlung, -beratung und -förderung auftritt. 

In Gesprächen erhielten die Studierenden Einblicke in den Aufbau und die Aufgaben der BA. Eine Juristin führte in die Besonderheiten des Sozialrechts ein. Auch war zu erfahren, welchen zentralen Stellenwert Digitalisierungsprozesse in der Verwaltungsarbeit der Bundesagentur einnehmen. Gerade die steigende Zahl und der größer werdende Umfang von Widersprüchen nehmen einen Großteil der Arbeit ein. In der entstehenden Diskussion konnten die Teilnehmenden ihre Fragen stellen. Insbesondere die Bedeutung der KI für die Arbeit der Agentur, aber auch für den Arbeitsmarkt insgesamt sowie für die persönlichen Erwerbsaussichten wurden reichlich diskutiert.

Ein weiterer Programmpunkt war der informative Vortrag eines Wissenschaftlers vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, einer Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit. Mit reichlich Hintergrundinformationen erfuhren die Studierenden, wie man vor allem mit Daten Forschung betreibt und daraus Handlungsempfehlungen zur Politikberatung ableitet. Im Angesicht von anschaulichen Ergebnisdarstellungen wie beispielsweise dem Arbeitsmarktbarometer oder den Kurzberichten des Instituts konnte man schnell verstehen, welchen großen Wert die Arbeit der Einrichtung für die Allgemeinheit hat. Die Studierenden erhielten auch einen guten Eindruck davon, wie sinnvoll es ist, über das Recht umgesetzte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sorgfältig und nach wissenschaftlichen Methoden zu evaluieren.

Inhaltlich kombinierte die Exkursion Fragen des Arbeits-, Sozial- und Verwaltungsrechts, auf die man sich im Studium des Wirtschaftsrechts an der Hochschule Schmalkalden gut fokussieren kann. Begleitet wurde die Exkursion unter anderem durch Professorin Uta Neumann, welche den Schwerpunkt „Personal, Arbeits- und Sozialrecht“ mit verantwortet.

 

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