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Forscherinnen präsentieren auf Fachtagung der Wirtschaftspsychologie ihre Projekte

Zwei Frauen vor einem Rollup

Professorin Katharina Sachse und Antje Fischer zur Fachtagung der Wirtschaftspsychologie

Einmal im Jahr treffen sich Expertinnen und Experten aus der Wirtschaftspsychologie zu einer gemeinsamen Fachtagung. Unter dem Motto „Wirtschaft, Psychologie und Nachhaltigkeit“ waren Forschende, Studierende und Personen aus der Praxis nach Gelsenkirchen eingeladen, um ihre aktuellen Arbeiten vorzustellen und sich auszutauschen.

Dieses Jahr wurden gleich zwei Forschungsprojekte der Hochschule Schmalkalden präsentiert: Antje Fischer berichtete über ihre Bachelorarbeit, für die sie physiologische und subjektive Stressreaktionen bei der Bearbeitung typischer Bürotätigkeiten untersuchte. Sie wollte herausfinden, ob Menschen weniger gestresst sind, wenn sie alle Aufgaben gleich zu Beginn der Arbeitszeit bekommen und sich die Arbeit selbst einteilen können – im Unterschied zu einer Variante, bei der während der Bearbeitung immer wieder neue Aufgaben einzeln verteilt werden. Die Unterbrechungen und die geringere Planbarkeit bei dieser Variante könnten zu mehr Stress führen. In ihrem Laborexperiment ließen sich jedoch keine Unterschiede zwischen den beiden Bedingungen finden. In der Präsentation erläuterte sie mögliche Gründe für den überraschenden Befund, die anschließend mit den Anwesenden angeregt diskutiert wurden.

Prof. Katharina Sachse stellte Ergebnisse eines Projektes vor, in dem Berufstätige verschiedener Generationen die Attraktivität ihrer Arbeitgeber beurteilten. Entgegen gängiger Vorurteile gibt es bei den meisten Aspekten keine praktisch bedeutsamen Unterschiede. Es lässt sich beispielsweise nicht zeigen, dass junge Beschäftigte höhere Ansprüche an die Work-Life-Balance haben und diese negativer wahrnehmen. Sie erleben jedoch ihre Arbeitsaufgaben als weniger förderlich als ältere Berufstätige. Dies lässt sich dadurch erklären, dass Berufseinsteiger oft noch nicht so anspruchsvolle Aufgaben übernehmen dürfen und dabei weniger Handlungsspielraum erleben. Die vollständigen Studienergebnisse sollen demnächst in einem Fachartikel veröffentlicht werden.

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