Zwölf Studierende des Lehrbereichs Kommunikationsdesign der Hochschule Schmalkalden zeigen im Hochofenmuseum „Neue Hütte“ in Schmalkalden Fotoarbeiten, die vor Ort entstanden sind. Im Rahmen einer Projektarbeit unter dem Titel „Fotografische Interventionen im lokalen Interieur“ sind sie im Museum auf Motivsuche gegangen. Daraus sind 75 Arbeiten entstanden, von denen 25 in einer Ausstellung zu sehen sind. Besucher können nun wiederum auf die Suche gehen, um den Ursprung der Motive zu finden.
Im Mittelpunkt der studentischen Arbeiten stand die Frage, wie geschichtliche Prozesse der traditionellen Herstellung von Roheisen und der Verarbeitung von Stahl zu Werkzeugen in einer Hochofenanlage von 1835 in Schmalkalden auf eine neue interessante Weise wahrgenommen und visualisiert werden können. Hierzu waren die Studierenden an zwei Tagen im Museum, um sich auf Motivsuche zu begeben. Entstanden sind so 75 künstlerische Arbeiten unter Anleitung von Professor Joachim Dimanski. „Die Studierenden sind keine Foto-Profis“, so Dimanski. Vielmehr seien sie suchende experimentierende Newcomer der „visuellen Kommunikation“. Die 25 ausgewählten Aufnahmen zeigen differenzierte Blickachsen auf Portale, Fensteröffnungen, Ebenen, Armaturen, Maschinen und morbide Strukturen.
Für die Besucher bietet die Ausstellung die Möglichkeit, die gezeigten Details auf den Fotos im Museum wieder zu finden. Hierzu muss man mit offenen Augen durch die Räume gehen. So entdecke man Dinge, die man noch nie beachtet habe, zeigte sich Kai Lehmann, Museumsdirektor von Schloss Wilhelmsburg, zur Vernissage besonders beeindruckt. Auch Museumsleiter Robin Radl ist begeistert: „Es sind ganz tolle Fotos entstanden. Die Studierenden waren sehr kreativ.“
Zu sehen sind die Fotoarbeiten noch bis zum 9. Oktober im Technischen Denkmal in Schmalkalden.
Website Museum: www.hochofenmuseum.de