Zum Inhalt springen Zur Hauptnavigation springen Zum Seitenende springen

Innovation Tür an Tür – die Tandem-Professuren an der Hochschule Schmalkalden

Verknüpfung von Lehre und Forschung mit regionaler Industrie

Männer an einer Maschine

Prof. Andreas Wirtz (r.) mit Studierenden in der Maschinenhalle der Hochschule.

Mit den neu etablierten Tandem-Professuren stärkt die Hochschule Schmalkalden die Verbindung von Lehre, Forschung und industrieller Praxis. Dabei handelt es sich um Stellen, die jeweils zur Hälfte von der Hochschule und zur Hälfte von Unternehmen bzw. von wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen getragen werden. Ziel des Modells ist es, wissenschaftliche Arbeit und industrielle Anforderungen strukturell miteinander zu verbinden.

Im August 2022 hat Prof. Andreas Wirtz eine solche Tandem-Professur an der Fakultät Maschinenbau der Hochschule Schmalkalden übernommen. Ausgangspunkt war die Weiterentwicklung des Fachbereichs Fertigungstechnik: Im Zuge eines Generationenwechsels bot sich die Möglichkeit, Lehre und Forschung noch stärker an aktuellen industriellen Fragestellungen auszurichten und dauerhaft miteinander zu verzahnen. Im Fall von Wirtz erfolgt die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Fertigungstechnik und Entwicklung Schmalkalden (GFE).

Die Region Schmalkalden überzeugt Wirtz persönlich – „man ist schnell im Grünen“ – und bietet zugleich kurze Wege sowie eine enge Verbindung zwischen Hochschule, Forschung und Praxis. Schmalkalden steht für den Forscher, der ursprünglich aus dem Ruhrgebiet stammt, an der TU Dortmund promoviert und dort mehrere Jahre wissenschaftlich gearbeitet hat, für eine überschaubare, persönliche Atmosphäre, die den direkten Austausch begünstigt.

Dazu gehört, dass die GFE direkt hinter dem Campusgelände sitzt. Was viele Studierende jedoch nicht wissen: In den zwei großen Hallen findet sich modernste Zerspanungstechnik – „die aktuellsten Maschinen, die man sich vorstellen kann“, so Wirtz. Dort wird nicht nur gefertigt, sondern auch geforscht: Die Einrichtung unterstützt vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die selbst über keine eigene Entwicklungsabteilung verfügen. Für die Hochschule eröffnet das große Chancen: „Wir können nicht in jedem Bereich permanent in die neueste Maschinentechnik investieren“, erklärt Wirtz. Über die GFE ist es den Studierenden hingegen möglich, modernste Fertigungsprozesse am realen Objekt zu erleben.

Wirtz betont, wie wichtig der unmittelbare Kontakt zur Wirtschaft für seine Lehre ist: „Ich möchte nicht 30 Jahre lang das Gleiche erzählen. Ich will auf dem aktuellen Stand bleiben.“ Für ihn ist die Kombination aus Lehre und Industriepraxis ein entscheidender Vorteil: „In der Wirtschaft sieht man echte Probleme, für die wir heute Lösungen brauchen. Nicht Themen, die vielleicht erst in 20 Jahren relevant werden.“

Praxis trifft „Elfenbeinturm“

Auf der anderen Seite profitiert auch die GFE auf mehreren Ebenen von dem Programm. Durch die regelmäßige Präsenz des Professors auf dem Campus wird die Einrichtung für Studierende sichtbarer, sodass viele sie überhaupt erst kennenlernen. Gleichzeitig entsteht ein direkter Zugang zu potenziellen Nachwuchskräften, da Studierende über Projekte, Praktika oder Abschlussarbeiten frühzeitig eingebunden werden können und so ein natürlicher Talente-Pool entsteht. Darüber hinaus eröffnet die Professur neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten und schafft für die GFE einen neuen, unmittelbaren Zugang zu wissenschaftlichen Netzwerken.

Für das rund 80-köpfige Unternehmen, das als Verein organisiert ist, ist die Kooperation mit der Hochschule ein strategischer Schritt. Es erhofft sich mehr Nachwuchskräfte, mehr Forschungsprojekte und mehr Aufmerksamkeit. Für die Studierenden bedeutet die Verbindung einen direkten Zugang zu modernster Technik und zu realen Fragestellungen aus der Industrie. „Am Ende profitieren beide Seiten. Die Hochschule bekommt Zugang zu Hightech und die GFE gewinnt qualifizierte Nachwuchskräfte“, fasst Wirtz den Benefit zusammen. „Wir öffnen ein Tor zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.“

Mit der Tandem-Professur setzt die Hochschule Schmalkalden also ein zeitgemäßes Signal: Innovation entsteht nicht nur im Hörsaal, sondern vor allem dort, wo Lehre, Forschung und Industrie zusammenkommen. 

👋 Hallo!

Ich beantworte deine Fragen zum Studium

HS Schmalkalden Chatbot

Hallo 👋

Dies ist ein Chatbot zur Beantwortung der Fragen von Studieninteressierten.
Mit der Nutzung des Chatbots erklärst du dich einverstanden, dass deine eingegebenen Daten (z. B. Fragen und Antworten) an einen externen Dienstleister übermittelt und dort verarbeitet werden. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich zur Bereitstellung der Chatbot-Funktion. Du kannst der Datenverarbeitung jederzeit widersprechen. Weitere Infos findest du in unserer Datenschutzerklärung.