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Internationale Fachkräfte für Thüringen gewinnen und halten

Thüringens Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Katharina Schenk, informiert sich an der Hochschule Schmalkalden über WORTplus und die Perspektiven internationaler Studierender

Gruppenbild mit Ministerin Schenk

Thüringens Familienministerin Katharina Schenk besuchte im Rahmen ihrer Sommertour das WORTplus-Projekt in der Auer Gasse in Schmalkalden.

Wie können internationale Studierende nach ihrem Abschluss für den Arbeitsmarkt in Thüringen gewonnen und langfristig in der Region gehalten werden? Dieser Frage widmete sich Katharina Schenk bei ihrem Besuch an der Hochschule Schmalkalden. Im Rahmen ihrer Sommertour 2026 unter dem Motto „Fachkräfte sichern. Gute Arbeit gestalten.“ informierte sie sich über das Projekt WORTplus und diskutierte gemeinsam mit Hochschulvertreterinnen und -vertretern sowie internationalen Studierenden und Alumni über Chancen und Herausforderungen der Fachkräftebindung. 

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie internationale Studierende und regionale Unternehmen besser zusammenfinden und aus dem vorhandenen Fachkräftepotenzial langfristige berufliche Perspektiven in Thüringen entstehen können. „Wir müssen früher ansetzen und Übergänge gestalten vom Studium in die Arbeitswelt, aber auch vom Ankommen in der Region bis hin zu einer langfristigen beruflichen und sozialen Perspektive“, betonte Hochschulpräsident Prof. Dr. Gundolf Baier. Dafür braucht es das Zusammenspiel vieler Akteure: Hochschule, Unternehmen, Kammern, Arbeitsverwaltung, Kommunen und weitere regionale Partner. Genau hier setzt das vom Freistaat Thüringen und dem Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt WORTplus an. Bereits das Pilotprojekt WORT (Förderzeitraum 2022–2025) hat zentrale Rahmenbedingungen für die Fachkräftebindung untersucht und konkrete Formate für einen erfolgreichen Übergang vom Studium in die Arbeitswelt entwickelt und erprobt. WORTplus führt diese Ansätze weiter und entwickelt sie zu einem ganzheitlichen Modell für Fachkräftesicherung und regionale Entwicklung fort. Dabei werden die Erfahrungen aus dem Pilotprojekt genutzt, mit aktuellen Zahlen und konkreten Ergebnissen untermauert und durch neue innovative Ansätze ergänzt. Erfolgreiche Beispiele aus der Praxis sollen zeigen, was funktioniert und zugleich als Vorbild für andere Regionen und Hochschulen dienen. 

Primäres Ziel ist es dabei, internationale und nationale Studierende frühzeitig mit der Region und ihrer Arbeitswelt zu vernetzen und Unternehmen beim Zugang zu Talenten zu unterstützen. Praktika, Werkstudierendentätigkeiten und Abschlussarbeiten spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen Unternehmen internationale Studierende frühzeitig kennenzulernen und ihre Kompetenzen in der Praxis zu erleben. Gleichzeitig sammeln Studierende wertvolle Berufserfahrung und knüpfen erste Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern. Gerade kleine und mittlere Unternehmen benötigen dabei häufig konkrete Unterstützung. Begrenzte personelle Ressourcen, Unsicherheiten bei internationalen Bewerbungen oder fehlende Erfahrungen mit interkulturellen Teams können Einstiegshürden darstellen. WORTplus unterstützt Unternehmen deshalb unter anderem durch Netzwerkveranstaltungen, Unternehmensbesuche, Workshops, Beratungsangebote und Maßnahmen zur interkulturellen Öffnung.

Ob internationale Studierende und Absolvent:innen langfristig in der Region bleiben, hängt jedoch nicht allein von beruflichen Perspektiven ab. Auch Wohnraum, Mobilität, soziale Kontakte, Freizeitangebote und gesellschaftliche Teilhabe beeinflussen die Attraktivität eines Standorts und damit die langfristige Bindung an die Region. Die internationalen Studierenden und Alumni brachten ihre persönlichen Erfahrungen in die Diskussion ein und sie machten deutlich, wo bereits gute Unterstützungsstrukturen bestehen und an welchen Stellen noch Handlungsbedarf besteht. „Internationale Studierende bringen viele Talente, Erfahrungen und neue Perspektiven mit. Wichtig ist, ihnen auch die Möglichkeit zu geben, diese einzubringen und Teil der Gesellschaft zu sein“, betonte Mariana Galli, internationale Studentin an der Hochschule Schmalkalden.

WORTplus versteht Fachkräftesicherung daher als gemeinsame Aufgabe von Hochschule, Unternehmen, Politik und Region. Der Besuch von Ministerin Schenk unterstrich die Bedeutung dieses Ansatzes: Internationale Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft für Thüringen zu begeistern, gelingt nur, wenn berufliche Perspektiven, gesellschaftliche Teilhabe und gute Rahmenbedingungen am Standort zusammengedacht werden. Dafür braucht es das Engagement aller Beteiligten, die Bereitschaft zum Austausch und die Offenheit und Veränderungen gemeinsam zu gestalten.

Mehr Informationen zu WORTplus und den Aktivitäten zur Fachkräftesicherung und regionalen Integration finden Sie auf www.weltoffene-region.de sowie auf der Website des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.

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