Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ fand am Dienstag der Regionalwettbewerb Südwestthüringen von Jugend forscht zum neunten Mal an der Hochschule Schmalkalden statt. 48 Jungforscher präsentierten ihre 19 kreativen Projekte einer Jury und der Öffentlichkeit. Am Vormittag probierten sich zudem rund 70 Grundschüler zum Experimentieren an verschiedenen MINT-Stationen aus.
Buntes Treiben herrschte am Dienstag im Hörsaalgebäude: Zum Regionalwettbewerb Südwestthüringen von Jugend forscht kamen 48 Schüler aus sieben Schulen an die Hochschule, um ihre Forschungsprojekte zu präsentieren. „Jugend forscht gibt es seit 1965 – länger als ich alt bin“, sagte Vizepräsident Prof. Thomas Seul zur Eröffnung. „Freut euch, dass ihr dabei sein könnt und habt Spaß an der Veranstaltung“, rief er den Schülern zu. Aus einigen Jugend forscht Teilnehmern hätten sich sogar richtig gute Karrieren entwickelt, wusste Seul zu berichten.
Die Themenpalette war auch in diesem Jahr wieder sehr vielschichtig: Kurzum, die Jungforscher gingen vielen spannenden Fragen aus nahezu allen Lebensbereichen nach. So untersuchten Lara Seemann, Vivien Latka und Jonas Blum vom Rhön-Gymnasium den Zuckerkonsum an ihrer Schule. Dazu führten sie ein Zuckertagebuch und eine zuckerfreie Woche durch. Ziel war es, herauszufinden, welche Rolle das Thema Zucker bei den Schülern spielt und inwieweit sie über die Auswirkungen und Folgen von Zuckerkonsum aufgeklärt sind. Jeremy Berthold, Gianluca Rothämel und Ben Hessenmöller entwickelten eine selbstsortierende, selbstfahrende und selbstentleerende Mülltone namens Autobin. Damit wollen die Schmalkalder Gymnasiasten die Städte sauberer machen und das Recycling verbessern. Ein digitales 3D-Modell der Meininger Stadtkirche entwickelten Hugo Prüger, Max Klatt und Lukas Jäger vom Evangelischen Gymnasium Meiningen auf Grundlage selbst generierter Drohnenaufnahmen und komplexer Berechnungen.
Am Ende der Veranstaltung kürte eine achtzehnköpfige Jury aus MINT-Lehrern, Professoren und Vertretern von Forschungs- und Wirtschaftsinstitutionen die Regionalsieger in den Sparten „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“. Die Sieger haben sich damit für die Teilnahme am Landeswettbewerb Thüringen am 1. April in Jena qualifiziert. Darüber hinaus wurden zahlreiche Sonderpreise vergeben. Die Würdigung der Preisträger fand im Rahmen einer Feierstunde mit allen Teilnehmenden, Lehrern, Betreuern, Eltern und Großeltern im Audimax der Hochschule statt. Wettbewerbsleiter Thomas Bischof und Organisator Prof. Frank Schrödel dankten allen Beteiligten und freuten sich über die durchweg positive Resonanz bei den Schülern.
Zeitgleich besuchten 70 Grundschüler den Wettbewerb und waren zum MINT-Forschungstag eingeladen: An verschiedenen Forschungsstationen konnten sie in die Welt der Robotik eintauchen, den Mikrokosmos erleben, die Welt der Insekten entdecken oder ein Fachwerkhaus selbst zusammenbauen. Damit wolle man Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften begeistern, das Interesse an Wissenschaft wecken und Talente fördern, so Luise Merbach vom Schmalkalder Schülerforschungszentrum.
Gewinner in der Sparte Jugend forscht:
Arbeitswelt
Arthur Weimar, Yann Remy Preidel & Haidar Muhsin – Bau eines Reinigungsroboters für stark geneigte Photovoltaikanlagen
Goetheschule Ilmenau
Biologie
Simon Friedrich, Oskar Kirchner & Nils Bauer – Die Mundgesundheit als Spiegel unserer Ernährung
Staatliches Thüringisches Rhön-Gymnasium in Kaltensundheim
Mathematik/Informatik
Vladyslav Starovir – Fair Einwahl
Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden
Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt
Robin Ritzmann & Max Roth - Versuche zur Schwarmintelligenz II
Friedrich-König-Gymnasium Suhl
Technik
Jeremy Berthold, Gianluca Rothämel & Ben Hessenmöller - Autobin - Die Mülltonne die für dich denkt
Philipp-Melanchthon-Gymnasium Schmalkalden
Gewinner in der Sparte Junior
Arbeitswelt
Tim Ebert, Malte Wedekind & Lennert Raphael Rehm - LineBot - Der Roboter, der Arbeit wegstreicht
Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Schmalkalden
Chemie
Jonas Volk, Johanna Gössinger & Jaron Staudemeyer - Der Finelinerkiller
Henfling-Gymnasium Meiningen
Regionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt
Anna Sofie Schröder - Untersuchung von Schärfe
Henfling-Gymnasium Meiningen