Wer beeinflusst eigentlich wen? Sind es unsere eigenen Entscheidungen oder längst Algorithmen, Storytelling und gezielt eingesetzte visuelle Reize? Wo endet überzeugende Kommunikation und wo beginnt Manipulation?
Unter diesem Thema - der Manipulation - setzten sich kreative Projekte, interaktive Medienarbeiten und künstlerische Installationen mit den Mechanismen auseinander, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Die Intermediale an der Fakultät Informatik ist das traditionelle Jahreshighlight des Studiengangs Multimedia-Marketing. Seit vielen Jahren wird die Veranstaltung von Studierenden organisiert, geplant und umgesetzt – von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung.
Zur Eröffnung war auch der stellvertretende Bürgermeister Christoph Zimmermann gekommen. „Durch KI können wir gar nicht mehr unterscheiden, was manipuliert ist“, so Zimmermann. Umso wichtiger sei es, dafür zu sensibilisieren, wie man Manipulation erkennen könne.
Neben den kreativen Projekten der Studierenden gab es auch abwechslungsreiche Vorträge, Denkanstöße und Einblicke aus Wissenschaft und Praxis rund um Psychologie, Medien und Marketing. So gab Prof. Matthias Lippold von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften spannende Einblicke in psychologische Mechanismen der Manipulation und zeigte, wie Wahrnehmung, Entscheidungen und Verhalten beeinflusst werden können. Prof. Elisabeth Scherr beleuchtete, wie visuelle Gestaltung in der Finanzkommunikation eingesetzt werden kann, um unsere Wahrnehmung zu beeinflussen.
Für Professor Klaus Chantelau war es die letzte Intermediale, bevor er in den Ruhestand geht. Er hat die Intermediale mit seinem Kollegen Prof. Joachim Dimanski vor dreizehn Jahren ins Leben gerufen. Von den Studierenden wurde er herzlich mit einem Blumenstrauß verabschiedet.